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17.04.2018: SPD lehnt atomare Zwischenlagerung in Hanau ab

Die Sozialdemokraten in Rodenbach wenden sich vehement gegen die geplante Zwischenlagerung von Atommüll in Hanau/Wolfgang. Hierzu soll eine Resolution zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung eingebracht werden, der sich möglichst auch die übrigen Fraktion anschliessen sollen.

Der genaue Wortlaut der Resolution lautet:

Die Gemeindevertretung Rodenbach lehnt die geplante Zwischenlagerung von atomaren Abfällen durch die Firma NCS im Stadtteil Hanau/Wolfgang kategorisch ab. Sie unterstützt damit nicht nur eine seitens der Fraktion der Grünen in Hanau initiierte Petition von mehr als 1.200 Bürgern, sondern auch die Auffassung der Stadtverordnetenversammlung in Hanau sowie die Beschlusslage des Main Kinzig Kreises.

Gerade für eine Wohngemeinde wie Rodenbach, die zudem mit ihrer Lage am Rande des Naherholungsgebiets Main-Spessart auch für die Metropolregion Rhein-Main ein beliebtes Ziel darstellt, ist eine Lagerung von Atommüll im unmittelbar benachbarten Hanau/Wolfgang nicht hinnehmbar. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass eine Endlagerung von atomaren Abfällen bislang in Deutschland nicht geregelt ist und daher „Zwischenlagerung“ bis auf weiteres auch „Endlagerung“ bedeutet.

Die Stadt Hanau hatte einen entsprechenden Bauantrag der Firma NCS zuletzt im Jahr 2013 abgelehnt, weil das Vorhaben den vorhandenen Festsetzungen des dortigen Bebauungsplans widerspricht. Zudem sei in einem Gewerbegebiet grundsätzlich ein atomares Zwischenlager nicht gebietsverträglich. Nach Auffassung der Gemeindevertetung Rodenbachs muss dabei insbesondere auch die räumliche Nähe zu Wohn- und Naherholungsgebieten berücksichtigt werden.

Einer Klage der Firma NCS gegen die Beurteilung seitens der Stadt Hanau hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt im Januar dieses Jahres stattgegeben. Die Stadt Hanau hat hiergegen Berufung eingelegt.

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